Symposium zur Hochbegabung

 „Hochbegabung im 21. Jahrhundert – Der Anfang vom Ende des Defizitären"
Symposium am Goethe-Gymnasium

 

(pia) Am Samstag, dem 29. November, veranstaltete das Hochbegabtenzentrum der Volkshochschule Frankfurt gemeinsam mit dem Goethe-Gymnasium Frankfurt sein erstes Symposium unter dem Titel „Hochbegabung im 21. Jahrhundert – Der Anfang vom Ende des Defizitären".
Obgleich das Thema Hochbegabung immer noch ein Nischenthema ist, hatten das Programm und seine Referenten insgesamt 230 Interessierte zu der eintägigen Fachtagung gelockt. In Vorträgen und Gesprächen ging es darum, alltägliche Zuschreibungen von pauschalen Genievorstellungen und Elitegedanken zu überprüfen sowie das schnell gefasste Urteil, dass hochbegabte Kinder, ohne dass man sich ihrer annimmt, bessere Bildungs-, Berufs- und Lebenschancen haben, kritisch zu hinterfragen. Dass Hochbegabte länger leben, gesünder essen und sich seltener scheiden lassen, war die positive Quintessenz von Detlef Rost, Leiter der Begabungsdiagnostischen Beratungsstelle „BRAIN" an der Universität Marburg, der in seinem Vortrag zu „Intelligenz – Von der Wiege bis zur Bahre" referierte. Gestützt durch weltweite Expertisen resümierte Rost, dass es „ein Geschenk" sei, ein hochbegabtes Kind zu haben. Dennoch seien „hochbegabte Kinder keine kleinen Einsteins und haben ein Recht darauf zu sein was sie sind: Kinder!". Auch Rainer Dollase aus der Abteilung für Psychologie an der Universität Bielefeld nahm sich eines kritisch umstrittenen Themas an. Er referierte zu „PISA war gestern – heute ist HATTIE! Die Rolle von Schule und Unterricht im Spiegel der internationalen empirischen Forschung zum Thema Begabung" und erörterte hierin die Studie des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie, der mehr als 800 Metaanalysen zum Thema Lernerfolg ausgewertet hat.
Im Anschluss an die interessanten und informativen Vorträge folgte ein aktiver Teil für die Besucher des Symposiums. Experten aus Wissenschaft und Praxis standen dem Publikum Rede und Antwort, so unter anderem Frau Dr. Utech vom Goethe-Gymnasium. Die Zustimmung der Besucher war sehr positiv. Ein Teilnehmer fasst den Tag wie folgt zusammen: „Das war ein wirklich interessanter Tag heute mit tollen Vorträgen. Vielen Dank dafür! Ich wusste nicht, dass man wissenschaftlich fundiertes Wissen so humorvoll vermitteln kann."
Die Eröffnungsreden hielten Ministerialrat Walter Diehl, der das Referat für Hochbegabtenförderung am Hessischen Kultusministerium leitet, Barbara Cakir-Wahl, Direktorin der Frankfurter Volkshochschule sowie Claus Wirth, Leiter des Frankfurter Goethe-Gymnasiums. Durch das Programm führten Petra Laubenstein, pädagogische Leiterin des Hochbegabtenzentrums, sowie Philipp Senft, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität.

Weitere Informationen zur Hochbegabtenförderung am Goethe-Gymnasium erhalten Sie bei Frau Dr. Utech (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Frau Zimmermann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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