Vortrag über Fukushima

Vortrag von Mako Oshidori über die Situation in Fukushima

Am 31. Januar hatte das Goethe-Gymnasium Besuch aus Japan: Die Journalistin Mako Oshidori hielt mit der Unterstützung ihres Ehemanns Ken Oshidori einen bewegenden Vortrag auf Japanisch über die Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 und ihre Folgen. Über hundert Schülerinnen und Schüler waren in die Aula gekommen und hörten mit großem Interesse zu. Als Dolmetscherin sorgte Monika Narita dafür, dass eine Sprachbarriere nicht mehr wahrzunehmen war.

Der Fokus der Vortrags lag darauf, dass das Thema Fukushima und die Situation in den durch Strahlung belasteten Gebieten in der Nähe des Kraftwerks in den japanischen Medien kaum mehr präsent sind und dass unabhängiger, investigativer Journalismus es schwer hat. Die Oshidoris haben auf eigene Faust Recherchen angestrengt, mit Hunderten von unmittelbar betroffenen Menschen gesprochen und Konferenzen und Versammlungen besucht, in denen etwa Bauern aus den kontaminierten Gebieten beraten wurden. Die Referenten halten es für wichtig, die Menschen in Japan und auf der ganzen Welt gut zu informieren, damit diese ihre Entscheidungen auf einer guten Informationsgrundlage treffen können. Das Publikum hatte im Anschluss viele Fragen, und so schloss sich eine rege Diskussionsrunde an den Vortrag an. Einige Publikumsmitglieder fragten sogar gleich direkt auf Japanisch.

Am Ende gab das bühnenerprobte Ehepaar Oshidori (Ken Oshidori ist ein Japan bekannter Entertainer) noch eine Showeinlage zum Besten: Frau Oshidori sang französische Chansons mit Akkordeonbegleitung, während Herr Oshidori aus biegsamen Stangen blitzschnell verschiedene Objekte formte, zunächst eine Mandarinente (die auf Japanisch auch „oshidori" heißt und ein Symbol für die eheliche Liebe ist), und am Ende stand er mit einem Paar Engelsflügeln da. Dies verlieh der Veranstaltung einen heiteren Ausklang.

 

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