Katholische Religion

Lernziele
Im Religionsunterricht (RU) sind kognitive und affektive Lernziele gleichwertig. So wird sowohl grundsätzliches Wissen über Bibel und Kirche eingeübt als auch die religiöse Sozialisation der Schüler eingebracht und aufgearbeitet. Die Schüler lernen die eigene Religion näher kennen und schätzen. Wissbegierde und Lernbereitschaft werden auch durch das Kennenlernen anderer Religionen (besonders des Islams und des Judentums) aktiviert. Durch ethische, psychologische, später auch philosophische und theologische Themen werden die Schüler zu eigenem Denken und zum Aufbau einer positiven individuellen und sozialen Identität motiviert.

Kernthemen
Wie ein roter Faden zieht sich die Frage nach der Möglichkeit eines besseren Zusammenlebens der Menschen durch alle Themen des Katholischen RU. Am Goethe- Gymnasium mit seiner national und kulturell so vielfältigen Schülerschaft ist die Frage nach einem toleranten und gleichzeitig an verbindlichen Grundwerten orientierten Zusammenleben und -arbeiten besonders wichtig. Eigens thematisiert wird das Thema „Zusammenleben“ beispielsweise in folgenden Unterrichtsreihen:

„Angenommensein“ (Jg. 5), „Mein Recht und das Recht der anderen (Jg 6). „Schuld und Vergebung“ und „Dem Islam begegnen“ in Klasse 7. „Suche nach einem erfüllten Leben“, „Darf man alles, was man kann?“ (Jg. 8) „Verantwortung für das Leben“ und „Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte“ (Jg. 9)

Der RU ist, auch vom Lehrplan vorgesehen, flexibel und offen für die Aufnahme drängender Zeitprobleme und deren Behandlung in moralisch-religiöser Perspektive. So dient der Katholische RU in einer Zeit abnehmender Werteorientierung der Entwicklung des für die Gesellschaft notwendigen Grundwertekonsenses und das heißt gesellschaftlich gesehen: aktive Toleranz und friedliches Zusammenleben.

Dialog als Grundlage
Der Katholische RU ist dialogisch angelegt. Im Gespräch mit Naturwissenschaft und Technik macht er die Schüler sensibel für Mitmensch und Umwelt, für die ethische und religiöse Dimension naturwissenschaftlicher Forschung und technischer Entwicklung. Entsprechende zentrale Themenbereiche bzw. Unterrichtsreihen sind:

  • Dürfen wir alles, was wir können? - Das Beispiel Gentechnologie,
  • Schöpfungslehre und Evolution
  • Bergpredigt
  • Christliches Menschenbild
  • Die katholische Soziallehre

Vielfalt der Themen und Lernorte
Im Katholischen RU sind die Themen, die ad hoc entwickelten Unterrichtsreihen und die Angebote außerschulischer Art vielfältig. Durchgeführt werden Exkursionen in das Jüdische Museum, in die Westendsynagoge und in eine Moschee, auch im Rahmen der jährlich durchgeführten Projektwoche. Zum Kennenlernen des kirchlichen Lebens: Besuch einer Pfarrgemeinde (St Antonius), der Veranschaulichung der Sakralarchitektur und- kunst dient die traditionelle Exkursion nach Mainz (Oberstufe).

Der RU ist übrigens offen für Schüler anderer Konfessionen, Religionen und selbst-verständlich auch für kirchlich nicht gebundene Schüler.

Konkretisiert wird diese Vielfalt besonders durch den zum Schuljahresbeginn stattfindenden ökumenischen Gottesdienst, der von (Religions- ) lehrern und Schülern, auch nichtchristlichen Schülern, vorbereitet wird und allen Angehörigen der Schule offen steht.

Multimediale Orientierung
Wie ist besonders in die religionskundlichen Reihen (die Erarbeitung der fünf WeItreligionen) aber auch in ethische Themen und manch andere Thematik integriert. Für den Aufbau einer Mediathek mit dem Fach Ethik zusammen sollten Mittel aus dem Schuletat zur Verfügung gestellt werden.

Perspektivische Vorstellungen der Fachschaft Katholische Religion
Angesichts des hohen Grads an Multikulturalität und Disparatheit unserer Schülerschaft sind religionskundliche Themen verstärkt anzubieten. Da der weit überwiegende Teil der nicht - christlichen Schüler muslimisch geprägt ist, ist besonders der Unterricht zum Thema „Islam“ zu verstärken.

Unverzichtbar sind gleichzeitig die Bemühungen um die Einbeziehung und Aufarbeitung der bei katholischen Schülern vorhandenen kirchlichen Vorprägung. In Unter – und Mittelstufe gibt es etliche Ministrant(inn)en. Es müssen daher Themen wie „Gebet“, „Gottesdienst“, „Christliche Feste“, „Die Sakramente“ und „Kirche“ in allen Jahrgangsstufen eingehend behandelt werden.

H. Buckel Fachvorsteherin

Lehrplan G8

Lehrplan G9

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