

Kultur.Forscher!
Das Goethe-Gymnasium Frankfurt ist Teil des Netzwerks „Kultur.Forscher!“. Das Programm fördert Kulturelle Bildung durch einen besonderen Ansatz: Schülerinnen und Schüler werden selbst zu Forschenden. Sie entwickeln eigene Fragen zu Kunst, Kultur und ihrer Lebenswelt, erkunden diese mit kreativen Methoden und gestalten ihre Lernprozesse aktiv mit.
Was ist Kultur.Forscher!?
Kultur.Forscher! ist ein bundesweites Netzwerkprogramm, das seit 2008 Schulen und Kulturinstitutionen miteinander verbindet. Ziel ist es, neue Wege des Forschenden Lernens in der Kulturellen Bildung zu erschließen und langfristige Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern wie Museen, Theatern oder weiteren Kultureinrichtungen aufzubauen. Heute wird das Programm von der PwC-Stiftung gemeinsam mit der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung an Schulen“ (KuBiS) der Philipps-Universität Marburg getragen und wissenschaftlich begleitet.


Welche Ziele verfolgt das Programm?
Kultur.Forscher! möchte Kulturelle Bildung dauerhaft im Schulalltag verankern. Dabei geht es nicht allein um Kunstprojekte, sondern um die Entwicklung von Persönlichkeit, Kreativität und gesellschaftlicher Teilhabe. Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Interessen wahrzunehmen, Fragen zu formulieren, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und ihre Erkenntnisse mit anderen zu teilen.
Die 4K – Zukunftskompetenzen durch kulturelle Bildung
Die Arbeit als Kultur.Forscher!-Schule stärkt in besonderer Weise die sogenannten 4K-Kompetenzen des 21. Jahrhunderts: Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. Indem Schülerinnen und Schüler eigene Forschungsfragen entwickeln, ungewöhnliche Lösungswege erproben und kulturelle Phänomene aus verschiedenen Perspektiven betrachten, fördern sie ihre kreative und kritische Denkfähigkeit. In der Zusammenarbeit mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Künstlerinnen und Künstlern sowie außerschulischen Partnern lernen sie, Ideen auszutauschen, gemeinsam Projekte zu gestalten und Verantwortung für Gruppenprozesse zu übernehmen. Die Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen stärkt zudem ihre Kommunikationsfähigkeit. Kultur.Forscher!-Projekte schaffen damit Lerngelegenheiten, die weit über den Erwerb fachlichen Wissens hinausgehen und junge Menschen auf die Anforderungen einer zunehmend vernetzten und sich wandelnden Gesellschaft vorbereiten. Dabei werden Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Empathie und die Fähigkeit zur aktiven Teilhabe an kulturellen und demokratischen Prozessen nachhaltig gefördert.
Welche Methoden werden eingesetzt?
Grundlage der Arbeit ist das Konzept der Ästhetischen Forschung. Im Mittelpunkt steht ein offener, selbstentdeckender und ergebnisoffener Lernprozess. Schülerinnen und Schüler gehen ihren eigenen Fragestellungen nach und erforschen kulturelle Phänomene mit künstlerischen, wissenschaftlichen und alltäglichen Methoden.
Der Weg ist dabei oft wichtiger als das fertige Ergebnis: Lernen wird als gemeinsamer Forschungsprozess verstanden, in dem Neugier, Wahrnehmung, Kreativität und Reflexion eine zentrale Rolle spielen.

Kultur.Forscher! am Goethe-Gymnasium Frankfurt
Als Kultur.Forscher!-Schule versteht das Goethe-Gymnasium Kulturelle Bildung als wichtigen Bestandteil seines Bildungsauftrags. Die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern sie aktiv zu erforschen, mitzugestalten und kritisch zu reflektieren. So entstehen Lernprozesse, die Kreativität, Selbstständigkeit und demokratische Teilhabe gleichermaßen stärken.
Dabei arbeitet das Goethe-Gymnasium mit zahlreichen Partnern aus der Frankfurter Kunst- und Kulturszene zusammen. Dazu gehören unter anderem das Medienprojektzentrum Offener Kanal Rhein-Main, das Weltkulturen Museum, das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF), der Hessische Rundfunk (hr), die Alte Oper Frankfurt sowie weitere kulturelle Einrichtungen und Partner der freischaffenden Kunst- und Kulturszene der Region. Gemeinsam werden Projekte entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern authentische Begegnungen mit Kunst, Kultur und Medien ermöglichen und ihnen neue Perspektiven auf ihre Lebenswelt eröffnen.
Kulturelles Engagement von Schülerinnen und Schülern wird am Goethe-Gymnasium gezielt sichtbar gemacht und gewürdigt. Für besonderes Engagement in kulturellen Projekten, Veranstaltungen und Kooperationen kann insbesondere in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 die schuleigene Auszeichnung „KultUrKunde“ verliehen werden. Sie würdigt Schülerinnen und Schüler, die sich in besonderer Weise kulturelles Engagement zeigen. Darüber hinaus ist das Goethe-Gymnasium berechtigt, den bundesweit anerkannten Kompetenznachweis Kultur der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) zu vergeben. Dieser dokumentiert die im Rahmen kultureller Projekte erworbenen personalen, sozialen, kreativen und methodischen Kompetenzen und macht sie auch über die Schule hinaus sichtbar. So erhalten kulturelle Lern- und Erfahrungsprozesse eine besondere Anerkennung und Wertschätzung.
Ein besonderer Ort für kulturelle Projekte ist der schuleigene KulturRaum im Skyline Plaza Frankfurt. Er dient als Ausstellungs-, Präsentations- und Aktionsfläche und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und kulturelle Prozesse sichtbar zu machen.
Die Koordination und Weiterentwicklung des Kultur.Forscher!-Ansatzes am Goethe-Gymnasium liegt bei Daniel Görlich, der die Zusammenarbeit mit den außerschulischen Partnern begleitet und die kulturelle Schulentwicklung unterstützt.
Kontakt:
Daniel Görlich (GRL)
Beauftragter für Kulturelle Bildung
Mail-Kontakt: XXX@gg-ffm.de (XXX=Kürzel)
