Ausgabe N°16 / Dezember 2025: „HUNGER“
Liebe Leserinnen und Leser,
Wer kennt es nicht? Es gongt zur Pause, und wie von alleine strömen wir zur Cafeteria, getrieben vom knurrenden Magen und der Hoffnung, endlich etwas zu essen zu holen, das unsere Nerven beruhigt. Hunger kann unangenehm sein.
Vielleicht saßt ihr schon einmal im Unterricht, als plötzlich ein lautes Magenknurren den Raum erfüllte, gefolgt von kichernden Blicken und dem reflexartigen Griff in die Tasche, um schnell einen Snack hervorzuholen. Doch halten wir manchmal inne und fragen uns:
Wie privilegiert sind wir eigentlich, dass wir diesen Hunger jederzeit stillen können?
Dabei ist Hunger nicht nur körperlich. Er zeigt sich in vielen Formen: als Wissensdurst, als Sehnsucht nach Anerkennung, als Verlangen nach Zugehörigkeit. Wir verschlingen Bücher oder sind gefesselt am Fernseher und dann enttäuscht und hungernd zurückgelassen, wenn man herausfindet, dass die Lieblingsserie erst in zwei Jahren die nächste Staffel rausbringt.
Wir hungern nach Aufmerksamkeit, nach Liebe, nach digitaler Verbindung und manchmal auch nach uns selbst. Hunger ist allgegenwärtig. Er begleitet uns durch den Alltag, oft unbemerkt, manchmal laut und drängend und manchmal kaum erkennbar und dennoch anwesend.
In der 16. Ausgabe der PULS schauen wir auf genau dieses Thema. Wir beleuchten nicht nur den offensichtlichen Hunger, sondern auch die vielen subtilen Formen, die unser Leben prägen und die Auswirkungen, die sie auf uns und unsere Gesellschaft haben. Bleibt neugierig und viel Freude beim Lesen!
Eure Manya
Mitglied der Chefredaktion