Romulus der Große mit der Theater AG
Romulus der Große mit der Theater AG
In diesem Schuljahr studierten wir „Romulus der Große“, frei nach Friedrich Dürrenmatt, ein. Das Stück handelt vom letzten römischen Kaiser Romulus, der sein Reich bewusst untergehen lässt, weil er es für moralisch gescheitert hält. Anstatt zu kämpfen, entscheidet er sich dafür, den Untergang zu akzeptieren. Gerade diese ungewöhnliche Haltung macht das Stück spannend. Da wir es frei nach Dürrenmatt gespielt haben, konnten wir viele Elemente auf die heutige Zeit beziehen und so dadurch akkurater gestalten.
Die Theater-AG war dieses Jahr eine eher kleinere Gruppe, trotzdem sind auch einige neue Mitglieder dazugekommen. Besonders am Anfang war die Probenzeit etwas herausfordernd, da wir einige Proben ohne die Hauptrolle Romulus durchführen mussten. Dadurch war es teilweise schwierig, Szenen vollständig zu entwickeln. Trotzdem haben wir diese Zeit genutzt, um uns mit unseren Rollen vertraut zu machen und erste Abläufe zu üben. Nach den Winterferien konnten wir dann endlich vollständig proben. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Arbeit deutlich intensiver. Die Proben waren oft lang und anspruchsvoll, gleichzeitig aber auch von vielen lustigen Momenten geprägt. Gerade diese Mischung macht die Theater-AG aus. Mit der Zeit merkt man immer mehr, wie man als Gruppe zusammenwächst. Man entwickelt ein gemeinsames Verständnis für das Stück, unterstützt sich gegenseitig und arbeitet auf ein gemeinsames Ziel hin, am Ende eine gelungene Aufführung auf die Bühne zu bringen. Ein besonderes Highlight war auch in diesem Jahr wieder die Landheimfahrt. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns den ganzen Tag über intensiv mit dem Stück zu beschäftigen.
Diese Zeit war nicht nur wichtig für die Probenarbeit, sondern hat auch den Zusammenhalt in der Gruppe deutlich gestärkt. Nach dem Weggang von Brigit Schommer übernahm Manuela Koschwitz die Leitung mit Herz und Engagement. Ihr erstes Engagement hatte sie mit 10 Jahren am Staatstheater Karlsruhe in „Woyzeck“. Nach dem Abitur machte sie ihre Schauspielausbildung in München, zusätzlich studierte sie Theaterpädagogik. Dort sammelte sie erste Kameraerfahrungen bei SOKO 5113, Zwei Brüder, Versteckte Kamera und in Hochschulfilmen. Nach Abschluss der Schauspielschule folgten Engagements in Wien, Würzburg und Darmstadt. In Frankfurt lebt, spielt, spricht, liest sie seit rund 20 Jahren. Sie führt Regie und ist als Dozentin für Rhetorik, Schauspiel und Methodik tätig. Seit November 2024 übernahm sie die Regiearbeit am Goethe Gymnasium mit dem Stück „Die Welle“. Die Premiere von „Romulus der Große“ war im Mai 2026.
von: Valeria Goroian, 9D






